Diese Arbeit berichtet von den Erfahrungen mit dem ersten Großversuch zum Austausch von Bildungsressourcen zwischen europäischen Schulen. Als solcher geht er nicht auf die Schaffung oder Nutzung von Lernressourcen ein, sondern liefert einen Erfahrungsbericht, der für all jene Organisationen von Interesse ist, die als Content-Broker für Bildungsinhalte auftreten und Angebot und Nachfrage aufeinander abstimmen wollen.

Auch wenn es zahlreiche Repositorien für Bildungsinhalte gibt, sind diese aus verschiedenen Gründen (z. B. Unkenntnis ihrer Existenz, unterschiedliche Beschreibungsweisen der Inhalte, sprachliche Barrieren usw.) für Lehrkräfte häufig unzugänglich. Um diese Hemmnisse zu überwinden, führt der Lernressourcen-Austausch (LRE) Bildungsinhalte vertrauenswürdiger Anbieter aus ganz Europa zusammen und macht sie für Interessenten zugänglich. Dies erfordert die Einführung einer Reihe technischer Lösungen, zu denen auch die so genannte „Zusammenführung von Repositorien“ mit einem gemeinsamen Anwendungsprofil für den verwendeten Metadaten-Standard und die begleitenden Validationsdienste gehört.

Was die Bildungsinhalte betrifft, berichtet die Arbeit über die Verwendung von „Open Content Licenses“ und die Schwierigkeiten bei ihrer Einführung, die Indexierung von Inhalten durch erfahrene Profis und zufällige Nutzer, die automatische Übersetzung und die automatische Erzeugung von Metadaten sowie den wahrgenommenen pädagogischen Nutzen der bereitgestellten Ressourcen.

Durch die Einführung und Nutzung des LRE-Portals haben europäische Lehrkräfte tiefere Einsichten in das Suchen, das Recherchieren und die Nützlichkeit der angebotenen Lernressourcen für den Unterricht erhalten und die sprach- und grenzübergreifende Verwendung von Inhalten schätzen gelernt. Das Konzept eines internationalen Portals wurde auch als bedeutende Chance für den kulturellen Austausch und als Weg zur Erweiterung der Horizonte bezüglich des Erhalts neuer Ideen für die Lehre aus anderen Ländern empfunden.

Author

Dokument: 
Hilfe zu den Sprachen