Fri 8th September 2017 - 09:17

Neues SELFIE-Tool zur Förderung digitaler Technologien an den Schulen

Die Europäische Kommission schloss sich mit Experten aus ganz Europa zusammen, um SELFIE zu entwickeln, ein Selbsteinschätzungstool, mit dem Schulen die Verwendung digitaler Technologien für den Unterricht reflektieren und Verbesserungen planen können. 600 Schulen aus 14 europäischen Ländern werden die Beta-Version im September testen und zu ihrer Weiterentwicklung und zu der für Anfang 2018 geplanten Finalisierung beitragen.

Das Tool basiert auf dem konzeptuellen Rahmen „Digitally-Competent Educational Organisations“ (DigCompOrg), der detailliert beschreibt, wie Bildungsinstitutionen jeglicher Art digitale Kompetenzen erreichen können.

SELFIE stellt Lehrkräften, Schulleitern und Schülern eine Reihe von Fragen, um eine Momentaufnahme über die Verwendung digitaler Technologien im Unterricht an der jeweiligen Schule zu ermöglichen. Das Tool bewertet das Lernen und nicht die Technologie, und folgt damit einem 360°-Grad-Ansatz, der auch Schulstrategien, Unterrichtspraktiken, die Infrastruktur, Lehrpläne und die Erfahrungen der Schüler mit einschließt. Das Tool ist flexibel und völlig individualisierbar. Es lässt sich von den Schulen so anpassen, dass es ihrem Umfeld besser entspricht: 

 

Das Selbsteinschätzungstool für Schulen basiert auf einer Reihe von Kernfragen und mehreren individualisierbaren Modulen, um sich an die verschiedenen Schulumfelder und Bildungssysteme anpassen zu können.
 

Die Grundannahme besteht darin, dass eine „digital kompetente Schule“, die ein dem digitalen Zeitalter gerechtes Lernen fördert, sowohl einer Top-Down- als auch einer Bottom-Up-Innovation folgt und auf die Entwicklung ihrer Mitglieder reagiert und sie fördert. Daher bindet SELFIE alle wesentlichen Akteure – Schulleiter, Lehrkräfte und Schüler – mit ein und verfolgt kein Universalkonzept.

Darüber hinaus sind alle Angaben anonym und können nicht auf einzelne Schulen, Schüler oder Lehrer zurückgeführt werden. Die Antworten dienen der Ausarbeitung eines Schulberichts, der die Stärken und Schwächen aufzeigt. Nur die jeweilige Schule ist im Besitz des Berichts, der für interne Gespräche, Reflexionen und Verbesserungspläne dient. Der Fokus liegt auf dem Fortschritt, sodass jede Schule SELFIE verwenden kann, und nicht nur diejenigen, die digitale Champions oder besonders innovativ sind.

Das Projekt wurde von der gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Centre) in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur entwickelt, um das Ziel der Europäischen Kommission zur Verbesserung der digitalen Kompetenzen und des Lernens sowie die Initiative Öffnung der Bildung zu unterstützen.

Für aktuelle Hinweise und weitere Informationen besuchen Sie die dafür eingerichtete Seite.

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