Abstract: 

Die Idee der offenen Bildung ist weltweit von Hunderten von Bildungseinrichtungen, vor allem Hochschulen und Erwachsenenbildungsstätten, angenommen worden. Die Kostenlose Wissensvermittlung („Giving knowledge for free“, OECD 2007) schien eine revolutionäre Idee; sie fasziniert Pädagogen, interessiert Lerner, erschreckt Verlage und stellt für Bildungsorganisationen, die den Verkauf produzierten Wissens als ihr Kerngeschäft betrachten, eine Herausforderung dar. Der Begriff Open Educational Resources (OER, Offene Bildungsressourcen) wurde 2002 erstmals von der UNESCO verwendet und hat sich seitdem epidemisch verbreitet. Heute sind OER eine weit verbreitete Realität, werden von Pädagogen und Lernern produziert, geteilt, verwendet und wieder verwendet und sind häufig über große Datenbanken zugänglich, wie der der erst kürzlich ins Leben gerufenen Afrikanischen Virtuellen Universität (http://www.avu.org).

 

Die Veröffentlichung dieser Ausgabe der eLearning Papers erfolgt zeitgleich mit einem weltweiten Treffen der OER Foundation in Neuseeland, an der eine internationale Gruppe von Pädagogen und Bildungsaktivisten teilnimmt. Ziel des Treffens ist die Einrichtung der ersten weltweiten OER-Universität. In Europa bemühen sich Initiativen wie die Open Educational Quality Initiative (http://www.oer-quality.org) oder das OERTest-Projekt um einen kulturellen Wandel in der Hochschul- und Erwachsenenbildung mit dem Ziel, die Akzeptanz und die Bildungstransformation durch OER zu verbessern.

<p><strong>Übergang von den Ressourcen zur Praxis</strong></p><p>Die Idee der offenen Bildung ist weltweit von Hunderten von Bildungseinrichtungen, vor allem Hochschulen und Erwachsenenbildungsstätten, angenommen worden. Die Kostenlose Wissensvermittlung („Giving knowledge for free“, OECD 2007) schien eine revolutionäre Idee; sie fasziniert Pädagogen, interessiert Lerner, erschreckt Verlage und stellt für Bildungsorganisationen, die den Verkauf produzierten Wissens als ihr Kerngeschäft betrachten, eine Herausforderung dar. Der Begriff Open Educational Resources (OER, Offene Bildungsressourcen) wurde 2002 erstmals von der UNESCO verwendet und hat sich seitdem epidemisch verbreitet. Heute sind OER eine weit verbreitete Realität, werden von Pädagogen und Lernern produziert, geteilt, verwendet und wieder verwendet und sind häufig über große Datenbanken zugänglich, wie der der erst kürzlich ins Leben gerufenen Afrikanischen Virtuellen Universität (<a href="http://www.avu.org" target="_blank">http://www.avu.org</a>).</p><p>&nbsp;</p><p>Die Veröffentlichung dieser Ausgabe der eLearning Papers erfolgt zeitgleich mit einem weltweiten Treffen der OER Foundation in Neuseeland, an der eine internationale Gruppe von Pädagogen und Bildungsaktivisten teilnimmt. Ziel des Treffens ist die Einrichtung der ersten weltweiten OER-Universität. In Europa bemühen sich Initiativen wie die Open Educational Quality Initiative (<a href="http://www.oer-quality.org" target="_blank">http://www.oer-quality.org</a>) oder das OERTest-Projekt um einen kulturellen Wandel in der Hochschul- und Erwachsenenbildung mit dem Ziel, die Akzeptanz und die Bildungstransformation durch OER zu verbessern.</p><p>&nbsp;</p><p>Die OER-Bewegung hat erfolgreich zur Verbreitung der Idee beigetragen, dass Wissen ein öffentliches Gut ist, indem sie Anreize für die Veröffentlichung von OER durch Organisationen und Einzelpersonen geschaffen hat. Trotzdem ist das Potenzial der OER zur Veränderung der Bildungspraxis noch lange nicht ausgeschöpft. Gegenwärtig liegt der Fokus der OER noch immer auf der Verbesserung der Zugänglichkeit digitaler Inhalte über Wissenspools und Infrastrukturen, während man der Frage, ob die Technologie Bildungspraktiken und die offene Bildung unterstützen und die Qualität und Innovation in Lehre und Lernen fördern wird, relativ wenig Aufmerksamkeit widmet. Es besteht ein deutlicher Bedarf an innovativen Wegen zur Unterstützung der Schöpfung und Bewertung von OER. Die Verwendung von OER erfordert Veränderungen bei den Bildungspraktiken, einen institutionellen Wandel und Innovation in Lehre und Lernen.</p><p>&nbsp;</p><p>Ziel dieser dem Thema „Offene Bildung“ gewidmeten 23. Ausgabe der eLearning Papers ist die Vertiefung unseres Verständnisses für die Art und Weise, in der sich der offene Zugang und offene Bildungsressourcen heute und in Zukunft auf die Bildungspraktiken in Organisationen sowie für Lerner und andere Beteiligte auswirken. Aus den Beiträgen lässt sich schließen, dass eine Verschiebung von offenen Bildungsressourcen zu offenen Bildungspraktiken angeregt wird. Während die Artikel der „Im Detail“-Kategorie detaillierte Einblicke in die Forschung gewähren, umfasst die Kategorie „Aus der Praxis“ eine Auswahl kürzerer Artikel, die Einblicke in praktische Erfahrungen in Europa und anderswo bieten.</p><p>&nbsp;</p>


ePaper Articles: 

  • Von offenen Bildungsressourcen zu offenen Bildungspraktiken
  • Verbreitung und Einführung von OER
  • Expertenbefragung zu Hindernissen und förderlichen Faktoren für offene Bildungspraktiken
  • Wenn Video sozial wird
  • Die Förderung offener Bildungspraktiken
  • Hindernisse und Motivatoren für die Verwendung von OER in Schulen
  • Bildung von Praxisgemeinschaften zur Förderung der Offenheit in der Bildung
  • Zu einer Kultur der Offenheit in der Bildung in Lateinamerika
Editorial Number: 
23
eLearning Authors: 
Tapio Koskinen
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