Jesteś tutaj

Dostępne w:

Students producing OER as an Online-Community – Exploring the World of Making and DIY in the Media Literacy Lab #mlab14

The Media Literacy Lab course “#mlab14” was a project-based massive open online course (pMOOC) about the digital creativity of young people and the potentials of various digital tools such as 3D printers, games or devices like MakeyMakey. Students, interested parties, as well as teachers, programmers and parents participated in the online projects of the lab. In online hangouts international experts discussed together with the participants about multiple topics regarding creativity and digital tools which are used by young people. Several project groups collected examples of digital creativity of young people and experimented with different tools and methods. The results of these groups are published online in the “makergallery”. The contents are licensed under a creative commons license. The Media Literacy Lab is for learners in the realm of media education. Students, interested parties, as well as teachers, programmers and parents canparticipate in the online projects of the lab. Together we work on challenges within the realm of internet and society from a pedagogical perspective on media. For this purpose we relocate the work of seminar groups to the internet. By making knowledge accessible we would like to observe margins for actions and design in pedagogical media.

Das Media Literacy Lab führt kompakte MOOCs für Studierende im Bereich der Medienpädagogik sowie Interessierte aus der medienpädagogischen Praxis durch. Gemeinsam arbeiten die Teilnehmenden in einem kollaborativ-vernetzten Prozess an aktuellen Problemstellungen aus dem medienpädagogischen Feld. Der zweite Kurs des Media Literacy Labs, welcher im Februar und März 2014 durchgeführt wurde, trug den Titel „Kinderzimmer-Productions – eine Expedition in digitale Kinder- und Jugendwelten (#mlab14)”. Am diesem offenen Online-Kurs zu digitalen Kreativitäts- und Produktionsräumen von Kindern und Jugendlichen nahmen circa 200 Personen teil. In Anlehnung an Konzepte der Maker Education wurden die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sowie die produktiv-gestalterischen Tätigkeiten Heranwachsender in den Blick genommen. Die leitende Frage war: Woran tüfteln, was bauen und produzieren, gestalten und designen Kinder und Jugendliche mithilfe digitaler Werkzeuge, auf vernetzten Plattformen und in virtuellen Räumen? Die digitalen Werkzeuge und Angebote wurden von den Kursteilnehmern im Selbsttest ausprobiert (z. B. Mozilla Webmaker, Minecraft, 3D-Drucker). Es gab von Seiten der Kursleitung keine inhaltliche Begleitung im engeren Sinne. Die moderierende Begleitung bestand vornehmlich auf der Ebene der Strukturgebung und Hilfestellung bei der Organisation der Arbeitsgruppen. Die Kursaktivität fand überwiegend innerhalb von Arbeitsgruppen statt, die sich selbständig mit einem frei gewählten Schwerpunkt auseinandersetzten. Dabei stammten die Anbietenden und Koordinierenden der Arbeitsgruppen aus dem Kreis der Teilnehmenden selbst. Um ein gemeinsames Gerüst zu bieten und einen Austausch über die Arbeitsgruppen hinaus zu befördern, waren alle Arbeitsgruppen aufgerufen, produktorientiert zu arbeiten. Zum Abschluss jeder Arbeitsgruppe sollte ein vorzeigbares Ergebnis, ein Artefakt stehen. Als Form war dabei ein Exponat vorgesehen, das einen Ausschnitt des Themas für Außenstehende erklärt. Diese Exponate wurden zum Kursende in einer Galerie unter freier Lizenz veröffentlicht: www.makergallery.de. Die Koordination erfolgte über eine öffentliche Google+-Community. Die Arbeitsgruppen organisierten die Zusammenarbeit dezentral. Einige von ihnen nutzten dafür ebenfalls die Community-Funktionen von Google+ oder Facebook, andere organisierten sich über E-Mail, WhatsApp oder Treffen vor Ort. Darüber hinaus gab es mit der Gruppe #mlabtalks eine „Sonder-Arbeitsgruppe“, die maßgeblich von Personen aus dem Kurs-Team organisiert wurde. Über Hangouts on Air stellten im Kurszeitraum fast täglich Experten aus Wissenschaft und Praxis Thesen und Produkte aus ihrer Arbeit vor und zur Diskussion. Dieses Angebot war öffentlich und wurde nicht nur über die Grenzen der Arbeitsgruppen, sondern auch über die Grenzen des Kurses hinweg wahrgenommen.

Rozwiń umiejętności: 

Durch den Kurs #mlab14 wurden bei den Teilnehmenden vor allem auf drei Ebenen Kompetenzen gefördert: Auf einer ersten, niedrigschwelligen Ebene regte der Kurs zum Experimentieren mit vielfältigen Werkzeugen wie Apps, Spielen oder Geräten wie einem 3D-Drucker oder der MakeyMakey-Platine an. Diese Experimentierphase wurde von den Teilnehmenden als sehr wertvoll und positiv eingeschätzt. Hierbei wurden neben gestalterischen Kompetenzen auch Fähigkeiten und Anwendungswissen im Bereich der Medienkompetenz gefördert. Auf einer zweiten, inhaltlichen Ebene wurden Beispiele dafür gesammelt, wie kreativ und gestalterisch junge Menschen mit den digitalen Möglichkeiten umgehen und selbst Werke oder Produkte gestalten und diese mit der Welt teilen. In diesem Kontext hatten die Kursteilnehmenden gemeinsam die Möglichkeit über die folgende Fragestellung zu reflektieren: Was bedeuten die neuen medialen Praktiken für das Aufwachsen, die digitalen Lebenswelten für unsere Gesellschaft, die kreativen Möglichkeiten für das Lernen? Guides, Coaches und Experten gaben Inputs und unterstützen die KursteilnehmerInnen in allen Bereichen des Kurses. Aber machen musste am Ende jeder selbst. Nicht zu unterschätzen ist die dritte Ebene des Lernens: In der Evaluation gaben viele Teilnehmende an, dass sie durch die gemeinsame Arbeit online ihre Medienkompetenz im Bereich digitale Tools und digitale Kollaboration deutlich weiterentwickelt haben. Für das Media Literacy Lab ist dieses nicht nur ein willkommener Nebeneffekt, sondern ein Paradigma: Medienkompetenz wird nicht durch gesonderte Maßnahmen vermittelt, sondern „on the job“, während und anhand einer authentischen Aufgabe entwickelt. Fachliche, soziale und mediale Kompetenzen gehören zusammen und können am besten miteinander verflochten entwickelt werden.

Popraw włączenie: 

Das Media Literacy Lab verfolgt als Projekt das Ziel, offene Kurs-Angebote zu schaffen, die die Hochschule als Bildungsraum öffnen und interessierte Personen - ganz gleich aus welchem Handlungs- oder Berufsfeld diese kommen - zusammenzubringen. Somit haben beispielsweise Studierende die Möglichkeit mit anderen Menschen zu lernen oder an Projekten zu arbeiten, die das jeweilige Kursthema einfach nur interessiert oder welche schon längst nicht mehr an einer Hochschule aktiv sind oder es nie waren. Ein Beispiel hierfür ist die interessierte Mutter, die mithilfe eines Media Literacy Lab Kurses Zugang zu einer Community of Interest und zu kompetenten ExpertInnen erhält. Mit dem Media Literacy Lab eröffnen wir einer solchen Zielgruppe niedrigschwellige Bildungsangebote, die keine institutionelle Anbindung, keine Zugangsvoraussetzungen und keine Bindung an einen physischen Ort verlangen. Am #mlab14-Kurs nahmen weiterhin sowohl LehrerInnen als auch weitere Personen, die im pädagogischen Feld arbeiten, teil. Diese Personen spielen eine große Rolle, wenn es darum geht Lehr- und Lernprozesse vielfältiger und diverser zu gestalten. Weiterhin können LehrerInnen als MultiplikatorInnen dienen, um auch KollegInnen für neue und kreative digitale Möglichkeiten zu begeistern. Digitale Werkzeuge und medienpädagogische Methoden bieten große Potenziale für die Inklusion von Lernenden. Diese können aber nur genutzt werden, wenn Lehrende von diesen Möglichkeiten gebrauch machen - insofern leistete der #mlab14-Kurs hierfür einen wichtigen Beitrag.

Technologie informacyjno-komunikacyjne w kształceniu: 

Im Kurs wurden viele unterschiedliche Tools zur Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen und zum Lernen genutzt. Die Inputs von ExpertInnen erfolgten mithilfe von Google Hangouts, welche zur Durchführung im Livestream mitverfolgt und kommentiert werden konnten. Diese Video-Hangouts sind weiterhin auf YouTube verfügbar. Für die Gesamtorganisation und Kommunikation wurde eine Google Plus Gruppe genutzt. Den jeweiligen Arbeitsgruppen stand aber frei, andere Tools für die Gruppenzusammenarbeit zu nutzen. Erklärungen und Hinweise zum Kurs fanden sich auf der Kurs-Webseite oder wurden für spezifische Fragen auch mit Videos erklärt (Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=MC_OI3-1Vqo ).

Udostępniane materiały: 

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden auf der Webseite www.makergallery.de gesammelt und sind unter einer freien Lizenz verfügbar. Hierbei handelt es sich neben Texten, Videos oder Podcasts auch um eigenständige Webseiten, welche von Arbeitsgruppen erstellt wurden. Die Video-Inputs von ExpertInnen (Hangouts) sind auf YouTube abrufbar und stehen ebenfalls unter einer freien Lizenz im YouTube Kanal des Media Literacy Lab zur Verfügung. Wir verwenden hauptsächlich die Lizenz CC BY 4.0.

Otwarte zasoby: 

Der Kurs nutzte nicht nur OER. Vielmehr war die Produktion von OER durch die Kurs-Community zentraler Bestandteil und Ziel des Projektes. So entstanden in der Makergallery mehr als 50 Medien unter freier Lizenz (hauptsächlich CC BY). Folgt man der weiten Definition von OER, so setzte der mlab14-Kurs auf ein offenes pädagogisches Konzepte sowie auf offene Plattformen und Kommunikationswerkzeuge: Neben dem kostenfreien Zugang zum Kurs wurde auf Offenheit und Transparenz geachtet. Die Inputs mit ExpertInnen fanden öffentlich sichtbar statt. Auch die Kommunikation innerhalb des Kurses konnte öffentlich und ohne Anmeldung mitverfolgt werden in der Google Plus Gruppe. Somit fand der Kurs nicht in einem geschlossenen Setting statt. Der Kurs als solcher kann als pMOOC verortet werden.